Ein Weltmeistertitel, eine Silber- und eine Bronzemedaille sowie zahlreiche Podestplätze in den Altersklassen: Die zwölf Sportlerinnen und Sportler des SSV Naturns blicken auf eine erfolgreiche Unicon 22 in Österreich zurück und sammelten zugleich wertvolle internationale Wettkampferfahrung. Der SSV Naturns gratuliert insbesondere Leonie Mengon zum Weltmeistertitel im Cyclocross und zum dritten Platz im Uphill sowie Valentina Gruber zur Silbermedaille im Cyclocross.
Rund 1.225 Athletinnen und Athleten aus 37 Nationen kämpften bei der Unicon 22 in Steyr (Österreich) vom 24. Juli bis 7. August um Weltmeistertitel. Mitten unter ihnen: die zwölfköpfige Delegation des SSV Naturns Sektion Einrad. Nach monatelanger Vorbereitung und Wettkämpfen in Naturns, Villanders und Gilching (Bayern) war Ende Juli der große Moment gekommen. Während die Wettkämpfe auf die Sportstätten in Steyr und den Wurbauerkogel in Windischgarsten verteilt waren, diente eine Ferienanlage in Schlierbach als gemeinsames Quartier der Naturnser Delegation.
Bereits zum Auftakt sorgten die Naturnserinnen und Naturnser für starke Ergebnisse. Beim 10-Kilometer-Straßenrennen gewannen mit Laura Stadler und Noam Hanifle ihre Altersklassen. Auch beim Criterium überzeugten die Athletinnen und Athleten: Laura Stadler erreichte als Elfjährige sogar das Finale der Standardklasse und belegte dort Rang 16. In den Alterswertungen standen Valentina Gruber, Noam Hanifle, Greta Fent, Laura Stadler und Eva Castiglioni auf dem Podest.
Die erste Woche stand ganz im Zeichen der anspruchsvollen Mountain-Unicycle-Bewerbe am Wurbauerkogel. Leonie Mengon wurde im Cross Country Achte der Eliteklasse und Zweite ihrer Altersklasse, Max Grüner belegte Rang 17 und wurde Zweiter seiner Altersklasse. Im Uphill erreichte Leonie Mengon als Dritte der Eliteklasse ihr erstes WM-Podest. Valentina Gruber wurde Vierte, Maya Hanifle Vierzehnte und Max Grüner Zehnter. Alle vier schafften zudem den Sprung aufs Podest ihrer jeweiligen Altersklasse. Die jüngeren Athletinnen und Athleten überzeugten derweil mit zahlreichen Podestplätzen in ihren Altersklassen in den Beginner-Bewerben.
Als letzter Muni-Bewerb fand der rasante Downhill statt. Dabei konnten sich gleich vier Athletinnen und Athleten für das Elitefinale qualifizieren. Leonie Mengon wurde Vierte, Maya Hanifle Sechste, Greta Fent 13. bei den Frauen und Max Grüner 17 bei den Männern.
In der zweiten Woche wurden die Bewerbe auf der Leichtathletikanlage in Steyr bei Temperaturen von bis zu 40 Grad ausgetragen. Trotz der starken internationalen Konkurrenz – insbesondere aus Japan – sammelten die Sportlerinnen und Sportler aus Naturns erneut zahlreiche Medaillen in den Altersklassen. Valentina Gruber schaffte es über 100 Meter sogar ins Finale der Frauen und gewann ihre Altersklasse über 100, 400 und 800 Meter. Maya Hanifle wurde Dritte ihrer Altersklasse über 100 Meter und Zweite im Wheel Walk. Noam Hanifle stand in seiner Altersklasse bei allen Bahnbewerben auf dem Podest, Eliah Hanifle wurde Zweiter über 100 Meter und Dritter im Einbeinfahren.
Nur knapp verpasste die Staffel mit Maya und Noam Hanifle, Leonie Mengon und Valentina Gruber das Finale. Mit 59,92 Sekunden stellte das Quartett einen neuen Vereinsrekord auf. Die beiden jüngeren Staffeln erreichten in der U15-Kategorie die Plätze drei und sechs.
Erstmals nahm der Verein auch mit drei Paarküren (Valentina Gruber und Maya Hanifle, Laura Stadler und Lara Socker sowie Greta Fent und Pia Castiglioni) und einer Gruppenkür (Laura Stadler, Eva Castiglioni, Lara Stocker und Eliah Hanifle) an einer Weltmeisterschaft teil. Für die jungen Sportlerinnen und Sportler war die Teilnahme ein besonderes Erlebnis und eine wertvolle Erfahrung auf internationaler Bühne.
Zum Abschluss sorgte das Cyclocross-Rennen noch einmal für Jubel. Leonie Mengon gewann vor Valentina Gruber den Weltmeistertitel, während Laura Stadler die Beginner-Klasse dominierte und ihre Alterskategorie vor Lara Stocker und Romina Mair gewann. Eva Castiglioni sicherte sich ebenfalls den Sieg in ihrer Altersklasse. Die Freude am Ende der beiden anstrengenden Wochen war natürlich riesig.
Zurück in Naturns wurde die erfolgreiche Delegation bei einer Feier im Erlebnispark von Vertretern aus Politik und Sport der Gemeinde empfangen und für ihre Leistungen bei der Weltmeisterschaft geehrt. Neben den sportlichen Erfolgen bleibt den Naturnserinnen und Naturnsern vor allem die besondere Atmosphäre der Weltmeisterschaft in Erinnerung. Zwei Wochen lang trafen sie auf Einradfahrerinnen und Einradfahrer aus aller Welt, lernten neue Kulturen kennen und wuchsen als Mannschaft noch enger zusammen. Nach den WM-Medaillen und zahlreichen weiteren Spitzenplatzierungen richtet sich der Blick bereits auf die nächste Unicon – möglicherweise erstmals in Australien.